Compagnie Follown & McEwen

Die Compagnie Follown & McEwen führt mit der Regisseurin Isabelle McEwen und in größerer Besetzung die Arbeit weiter, die Théâtre Follow – 2010 vom ivorischen Performer Ibrahima Sanogo gegründet – initiierte. FOLLOWN ist Mandinka und bedeutet übersetzt: der Tag der Erzählung.

Nach der Pest
Premiere: 14.10.2021 im Hamburger Sprechwerk

Regie: Isabelle McEwen, Musik: Dirk Achim Dhonau, mit: Alexa Harms, Ibrahima Sanogo, Dirk Achim Dhonau, Neil Malik Abdullak (als Gast), Wiba Bernstein, Chor: Birgit Langendorf, Dorit Powicki, Monika Reinboth, Ilona Schliephake, Gerlinde Trutenau

Das Stück ist der dritte Teil einer Trilogie, deren zwei ersten Teile, „Tatort Kunst“ und „Tatort Demokratie“, 2019 im Hamburger Sprechwerk bzw. an der Universität Hamburg gezeigt wurden.

Rosa leidet an Long Covid, zeitweise hört sie Stimmen. Eines Tages wacht sie mitten in der Nacht auf. Sie kann nicht mehr schlafen. Sie geht aus dem Haus, läuft ziellos durch die leeren Straßen und schläft irgendwann auf einer Parkbank ein. Im Laufe der nächsten Stunden trifft sie verschiedene Menschen, von denen einige real sind, andere nicht. Alle reden über die Welt, in die wir gerade hineintreten. Ist diese Welt dieselbe wie die, die wir vor kurzem noch für verloren hielten? Für den Afrikaner, in den Rosa verliebt ist, sieht die Welt ohnehin ganz anders aus. Auch der Syrer, dem sie zufällig begegnet, hat ein eigenes Weltbild. Die Stimmen, die sie hört, stimmen Rosa nachdenklich, sie blicken düster in die Zukunft. Sie selbst glaubt aber an eine neue, bessere Welt.

Das Projekt wurde von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, dem Bezirksamt Hamburg-Mitte, dem Bezirksamt Altona gefördert sowie durch die Wiederaufnahme- und Gastspielförderung des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg, im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien, ermöglicht.
Die Recherche, auf die der Text basiert, wurde vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

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Europa Contest
Premiere: 01.11.2018 im LICHTHOF Theater (eigenarten Festival)

Von und mit: Ibrahima Sanogo, Isaac Lokolong, Judith Newerla, Monika Reinboth; Regie: Isabelle McEwen

„Warum träumen so viele junge Afrikaner von Europa?“, fragt die Performance. „Warum sind sie bereit, für diesen Traum ihr Leben aufs Spiel zu setzen?“ In Europa Contest wird die Reise der jungen Afrikaner, die nach Europa wollen, tatsächlich zu einem Spiel: zu einem Brettspiel, das die Darsteller auf der Bühne mit Menschen aus dem Publikum spielen. Bei uns amüsiert man sich, Konfetti liegen überall auf dem Boden aber auf die Reisenden, die zu uns wollen, lauern soviele Gefahren, dass ihre Chancen, hier anzukommen, sehr gering sind. Es ist so in der Realität und es ist auch so bei dem Spiel. Manche Spieler werden von Banden angegriffen. Sie werden beraubt, verschleppt oder getötet. Andere werden von der Polizei fest genommen, in Lager gesteckt und mit leeren Taschen nach Hause geschickt. Dann müssen sie Geld sparen, bevor sie die Reise noch einmal eintreten können. Auf ihrem Weg nach Europa sind nicht nur sie sondern auch unsere moralischen Vorstellungen gefährdet. Was können wir tun? Ist ein Dialog auf gleicher Augenhöhe überhaupt möglich?

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Fela rewind
Premiere: 27.10.2017 im Lichthof Theater (eigenarten-Festival)

Von und mit: Ibrahima Sanogo, Mandjou Doumbia, Dirk Achim Dhonau, Jesseline Preach; Musik: Dirk Achim Dhonau; Regie: Isabelle McEwen

Im Jahr 1997 starb der nigerianische Musiker und Aktivist Fela Kuti. Tausende folgten seinem Sarg auf den Straßen von Lagos. Auch im Rest der Welt trauerte man um ihn: Eine Stimme war erloschen, die den Widerstand einer ganzen Generation gegen Ausbeutung und Korruption gestärkt hatte. Nun sind zwanzig Jahre seit seinem Tod vergangen: Wie würde Fela die politischen Verhältnisse in der Welt heute sehen? Könnte man Zeit beliebig nach vorn und zurück spulen, dachten wir, könnte man ihn fragen. Was würde er uns über Afrika und über unser Verhältnis zu Afrika sagen? Magier des Abends ist Tony Allen, der Drummer, der viele Jahre Felas Leben begleitete. Er lockt Fela mit Musik zurück in die Welt.

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