Compagnie Follown & McEwen

Die Compagnie Follown & McEwen führt mit der Regisseurin Isabelle McEwen und in größerer Besetzung die Arbeit weiter, die Théâtre Follow – 2010 vom ivorischen Performer Ibrahima Sanogo gegründet – initiierte. FOLLOWN ist Mandinka und bedeutet übersetzt: der Tag der Erzählung.

Europa Contest
Premiere: 01.11.2018 im LICHTHOF Theater (eigenarten Festival)

Von und mit: Ibrahima Sanogo, Isaac Lokolong, Judith Newerla, Monika Reinboth; Regie: Isabelle McEwen

„Warum träumen so viele junge Afrikaner von Europa?“, fragt die Performance. „Warum sind sie bereit, für diesen Traum ihr Leben aufs Spiel zu setzen?“ In Europa Contest wird die Reise der jungen Afrikaner, die nach Europa wollen, tatsächlich zu einem Spiel: zu einem Brettspiel, das die Darsteller auf der Bühne mit Menschen aus dem Publikum spielen. Bei uns amüsiert man sich, Konfetti liegen überall auf dem Boden aber auf die Reisenden, die zu uns wollen, lauern soviele Gefahren, dass ihre Chancen, hier anzukommen, sehr gering sind. Es ist so in der Realität und es ist auch so bei dem Spiel. Manche Spieler werden von Banden angegriffen. Sie werden beraubt, verschleppt oder getötet. Andere werden von der Polizei fest genommen, in Lager gesteckt und mit leeren Taschen nach Hause geschickt. Dann müssen sie Geld sparen, bevor sie die Reise noch einmal eintreten können. Auf ihrem Weg nach Europa sind nicht nur sie sondern auch unsere moralischen Vorstellungen gefährdet. Was können wir tun? Ist ein Dialog auf gleicher Augenhöhe überhaupt möglich?

Zur Aufzeichnung (Ausschnitte): hier klicken

Fela rewind
Premiere: 27.10.2017 im Lichthof Theater (eigenarten-Festival)

Von und mit: Ibrahima Sanogo, Mandjou Doumbia, Dirk Achim Dhonau, Jesseline Preach; Musik: Dirk Achim Dhonau; Regie: Isabelle McEwen

Im Jahr 1997 starb der nigerianische Musiker und Aktivist Fela Kuti. Tausende folgten seinem Sarg auf den Straßen von Lagos. Auch im Rest der Welt trauerte man um ihn: Eine Stimme war erloschen, die den Widerstand einer ganzen Generation gegen Ausbeutung und Korruption gestärkt hatte. Nun sind zwanzig Jahre seit seinem Tod vergangen: Wie würde Fela die politischen Verhältnisse in der Welt heute sehen? Könnte man Zeit beliebig nach vorn und zurück spulen, dachten wir, könnte man ihn fragen. Was würde er uns über Afrika und über unser Verhältnis zu Afrika sagen? Magier des Abends ist Tony Allen, der Drummer, der viele Jahre Felas Leben begleitete. Er lockt Fela mit Musik zurück in die Welt.

Zur Aufzeichnung (Ausschnitte): hier klicken

Weitere Projekte