Nach der Pest

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„Nach der Pest“ wird der dritte Teil einer Trilogie sein, deren zwei ersten Teile, „Tatort Kunst“ und „Tatort Demokratie“, 2019 aufgeführt wurden.

„Tatort Kunst“ fragte: Was für eine Funktion hat die Kunst? Was für eine Rolle spielt der Künstler in der Gesellschaft?

„Tatort Demokratie“ fragte: Was für eine Funktion hat die Politik? Und: Was ist Demokratie überhaupt?

„Nach der Pest“ wird die Frage stellen: Was bedeuten Gemeinschaft und Individualismus in Zeiten der Krise? Wie viel Wahrheit verträgt das gemeinschaftliche Leben? Wie viel Angst hält der Mensch aus? Mythen können ihm Trost bieten, aber wie ist es mit Täuschungen? Die Postmoderne hat die Wahrheit für relativ erklärt, ist alles daher gleich wahr bzw. unwahr? Der französische Soziologe Jacques Ellul sagte: „Beinah alle Menschen ziehen es vor, Dummheiten zu äußern, als gar keine Meinung zu äußern: Das gibt ihnen das Gefühl der Beteiligung.“ Heute äußern viele ihre Meinung im Internet. Ihre Rede hat durchaus mit der Rede des Chores des antiken Theaters Ähnlichkeiten. Hier wie dort hat man es mit einem Akteur zu tun, der nichts anderes als seine Begeisterung hat, seine Bedenken, manchmal sein Protest und seine Beleidigungen, um etwas in der Welt zu bewegen. Der Chor war in der griechischen Tragödie der Hauptakteur. Mich fasziniert das Chaos der Stimmen im Internet, ihr unentwegtes Rauschen und die Utopie der Auflösung dieses Chaos in einer Welt, die ihr Gleichgewicht wieder finden würde.

Auf dieser Seite wird in den kommenden Monaten das Projekt „Nach der Pest“ veröffentlicht werden.

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