Vorträge

Vortragsreihe im Wintersemester 2020/21

Fragen an das Theater nach der Krise

„Es brennt noch Licht“, konnte man während des Corona-Lockdowns auf der Webseite des Thalia Theaters in Hamburg lesen und tatsächlich brannte während dieser Zeit im Theaterraum eine Lampe. Das Theater war in einer Art Koma, aber das Licht zeigte an, dass sein Herz weiterschlug. Seit Anfang der Spielzeit treten die Schauspieler/-innen in dieses Licht wieder. Die Zuschauer sind auch zurückgekehrt aber Milo Rau sieht eher pessimistisch in die Zukunft, wenn er sagt: „Ich glaube nicht, dass wir dauerhaft in die großen, goldverzierten Säle des 19. Jahrhunderts zurückkehren werden. Du kannst nicht lüften, alles ist eng, das sind in der Pandemie Todeskammern.“

In den letzten Monaten dachten viele Theatermacher/-innen über neue Räume, neue Formate und neue Formen des Erzählens nach. Eine Erfahrung, wie wir sie gerade gemacht haben, könne nicht unreflektiert bleiben. Neue Themen drängen sich auf: Befinden wir uns am Ende einer Epoche? Wird unsere „Gesellschaft der Einsamen“, wie einige sie nennen, noch weiter auseinandergetrieben? Ist Theater überhaupt in der Lage, für das, was kommen könnte, eine Vision zu entwickeln?

Diese Veranstaltung wird aus Vorträgen und anschließenden Diskussionen bestehen. Sie werden digital (über die Videokonferenzsoftware Zoom) stattfinden.

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Vortrag gehalten am 17.05.2018, Titel: „Kunst im Würgegriff der Macht“

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