Vorträge

Vortragsreihe im Wintersemester 2026-2027

Umwelt, kulturelle Umwelt, Theater

Für den Menschen ist Umwelt auch kulturelle Umwelt, denn, während sich die Tiere im Wesentlichen der Natur anpassen, er in einem hohen Maß die Bedingungen seiner Existenz selbst schafft. Gelegentlich thematisiert das Theater die Natur aber anders als die Malerei, die sich im Laufe ihrer Geschichte immer wieder mit ihr und mit ihrer Schönheit beschäftigte, interessierte sich das Theater meistens eher für die vom Menschen geschaffene Welt. Diese Welt war immer konfliktreich, und das Theater ist eine Art Seismograph, der die Erschütterungen registriert, die sie im Kern trägt. „Warum ist die Welt so gewalttätig und schmerzvoll? Wie kann die Welt gleichzeitig so schön sein?“ fragt das Thalia Theater in der Ankündigung seiner kommenden Spielzeit. Das Deutsche Schauspielhaus seinerseits spricht vom Theater als einem „Gemeinschaftsraum der Fantasie“, einem Raum also, in dem wir uns zusammen eine „zukunftsfähige, resiliente Welt vorstellen können“. Auf der Bühne werden Konflikte in Narrative eingebettet. Am Beispiel aktueller Inszenierungen auf den Hamburger Bühnen werden in den Vorträgen die Strategien erkundet, durch die das Theater versucht, anhand dieser Narrative unseren Blick für die Zukunft zu schärfen. Soviel sei hier gesagt: Theater ist kein schnelllebiges Medium, und in unserer beschleunigten Welt ist das vielleicht eine Stärke. Drei Theaterbesuche mit anschließender Diskussion gehören zur Veranstaltung.

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Vortrag gehalten am 17.05.2018, Titel: „Kunst im Würgegriff der Macht“

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